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September 2012
Aktualisierung 08.04.2017

Thermoplaste unterscheiden sich untereinander in der Molekülstruktur und haben daher unterschiedliche technische Eigenschaften und Anwendungsgebiete. Die grobe Einteilung erfolgt zunächst in amorph und teilkristallin.

   

Bei amorphen Kunststoffen liegen die Makromoleküle ungeordnet nebeneinander bzw. ineinander verschlungen, ähnlich wie die Fasern in einem Wattebausch. Beispiel: PC, PMMA, PVC, ABS

 

Bei teilkristallinen Kunststoffen liegen die Makromoleküle teilweise geordnet, die Molekülketten sind linear. Beispiel: PA, PP, PE, POM, PPS Aufgrund des zäh-harten Verhaltens eignen sich teilkristalline Kunststoffe besonders für mechanisch beanspruchte Bauteile und Gleitwerkstoffe.

Amorphe Kunststoffe sind grundsätzlich transparent (Ausnahme: ABS und SB). Amorphe Kunststoffe haben geringere Schwindungswerte als teilkristalline Massen. Mit amorphen Massen lassen sich daher mit geringerem Aufwand höhere Genauigkeiten erreichen als bei teilkristallinen. Amorphe Thermoplaste sind zwischen Schmelztemperatur und Einfriertemperatur stark elastisch verformbar. Sie müssen daher mit genügend niedrigem Nachdruck verarbeitet werden, um Eigenspannungen zu vermeiden. Bei amorphen Thermoplasten besteht also gegenüber teilkristallinen ein höheres Risiko, dass die Spritzteile spannungsbehaftet sind. Es sollte daher mit mehren (kleiner werdenden) Drücken in der Nachdruckphase gearbeitet werden. Die Empfindlichkeit gegenüber Lösungsmitteln und bezüglich Spannungsrißbildung ist bei amorphen Massen grundsätzlich höher als teilkristallinen.

Hier noch ein paar links als PDF 

ABAcrylnitril-Butadien-Styrol.pdf

PVC Polyvinylchlorid.pdf
PMMA Polymethylmethacrylat.pdf

PC Polycarbonat.pdf

 ASA Acrylester-Styrol-Acrylnitril .pdf


PA Polyamid.pdf

PP -Polypropylen.pdf

PBT Polybutylenterephthalat.pdf

PET Polyethylenterephthalat.pdf

POM Polyacetal.pdf

PPO Polyphenylenoxid.pdf

 

Sibylle Rogowski  | sibylle.rogowski@kunststoff-meister.de
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